Selbsterkenntnis

steht im Wörterbuch der Sprache
zwischen
Selbsterhaltung
und
Selbsterniedrigung,
darnach findet man noch Selbstfindung und Selbstgefälligkeit,
Selbstgenügsamkeit und Selbstgerechtigkeit,
irgendwann kommt die Selbstjustiz,
aber auch Selbstkontrolle und Selbstkritik.
Das Selbstlob geht dem Selbstmord nur kurz voraus.

Selbstsicherheit, Selbstständigkeit, Selbstsucht,
eine Trias wie
Schem, Japhet und Cham.
Selbsttäuschung, Selbstüberschätzung und Selbstverachtung
gehen alle drei haarscharf an der Selbsterkenntnis vorbei.

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Wohin weist die Selbstvergessenheit?
Auf etwas ganz und gar nicht Selbstverständliches.
Sie ist ein Selbstversuch zur Selbstverteidigung.
Oder ist es eine Kaskade von Selbstvorwürfen,
Selbstzerfleischung gar,
die mich an Zufriedenheit hindert?

Ist dies reiner Selbstzweck oder dient es der Vereinigung
und Wahrung oder Erreichung einer zutreffenden Selbsteinschätzung.

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Auch Selbstentfaltung gefällt mir als Wort,
da braucht es das verwickelte Selbstverwirklichung nicht mehr.

Alles aber dient der Selbsterfahrung.

Mit dem Selbst kann man also allerlei anfangen,
mehr als mit dem Fremden.
Bild und Bestimmung und Herrschaft,
diese aber immerhin
können sowohl mit dem Selbst als auch mit dem Fremden
vereint werden.