Bei den Hemmungen und Widerständen beginnen…

Die Menschen dort abholen, wo sie sind:
„Ich doch nicht!!“ – „Sein Leben erzählen – das ist nichts für mich!“

Lieber bleibe ich unerkannt in der Menge verborgen (und rufe nur ein paar
Mal frech heraus, wenn keiner hinschaut)

Hör mir doch auf mit der Vergangenheit! Täter, Opfer, Mitläufer, willige
Helfer – ich kanns nicht mehr hören!

Mir genügt schon, dass ich mich am Morgen im Spiegel anschauen muss!
So narzisstisch bin ich nicht, dass ich meine Taten auch noch schwarz auf
weiß sehen muss.

Es ist viel Schlimmes und Hässliches passiert, und ich bin kein Poet, der all
das in Hoffnung oder Glückserwartung verwandeln kann. Ein glücklicher
Mensch bin ich nicht.

Verbotene Worte! Die Lust ist manchmal überwältigend, tief aus dem Bauch
kommt das Wort f…. , das ich aber nicht sagen kann. Nicht hier. Ja, es geht
ein Spalt durch mich hindurch, zu lieben … Und bist du nicht willig, so brauch
ich Gewalt.

Mein Grundbefinden: In Spannung, in Anspannung, in Stress. Dies wieder-
zugeben macht mich noch angespannter. Ich will der Spannung entkommen,
nicht ihr auf den Grund gehen.

Wenn ich anfange zu erzählen, habe ich Angst, von meinen Gefühlen und
Empfindungen fortgerissen zu werden. Ich glaube nicht daran, dass ich
– oder irgendjemand – diesem Strom Herr werden kann.

Bei uns zu Hause hat man über sich selbst nicht gesprochen. Das war verpönt.
Es war schon schlechter Stil „ich“ zu sagen. In Briefen schrieb man „habe mich
über deine Nachricht gefreut“ anstelle „ich habe mich gefreut“. Und jetzt soll ich
ein ganzes Buch lang ich sagen?