Von den Dichtern lernen – 

– weil auch die Dichter, Frauen und Männer, sich mit unseren Fragen beschäftigt haben:
Was bedeutet es eigentlich, sich zu erinnern und wie kann ich davon erzählen. Kann ich
etwas erkennen? Zum Beispiel eine Ahnung bekommen, wozu ich hier bin, jenseits aller
wohlfeilen und in unserer Zeit oft leichtfertig dahingesprochenen Antworten.

Lernen können wir von Dichtern, weil sie die Sprache lieben und alles, was aus dem Mund
der Sprache zu ihnen kommt, hegen und pflegen. So werden ihre Worte manchmal zu
Zauberworten, die uns aufhorchen lassen.

Und dann klärt sich etwas in uns, ob wir nun unser Leben erzählen oder nicht.

Louis Lau, 21. Juli 2016